Auch im dritten Aufeinandertreffen in der laufenden Saison kann der FC Liria nicht gegen den amtierenden Meister gewinnen. Am Sonnabend setzte es im Viertelfinale um die Deutsche-Futsal-Meisterschaft vor 100 Zuschauern in der Sporthalle des Werner-Seelenbinder-Sportparks gegen den TSV Weilimdorf eine 2:6-Niederlage.
In den Anfangsminuten waren die mit vier aktuellen Nationalspielern bespickten Stuttgarter fast nur im Offensivmodus und gingen nach einem Eigentor von Jakupovic in Führung (4.). Während der Meister gedankenschneller in seinen Aktionen wirkte, kamen die oft lang geschlagenen Bälle der Neuköllner nicht bei den Mitspielern an oder konnten von diesen nicht entscheidend kontrolliert werden. Durch viel Einsatz und Kampf hielten die Berliner das Spiel aber offen, ohne zunächst selbst zu nennenswerten Torchancen zu kommen. Auch den Schwaben kam zwischendurch die Passgenauigkeit abhanden. In der 14. Spielminute lässt Ribeiro dann die Picke gucken und erzielt das 2:0 für die Gäste. Während Göde vorher mehrmals dicke Torchancen der Gäste vereitelte schien dieses Gegentor nicht unhaltbar. Kurze Zeit später kommt Göde dann selbst zum Torabschluss aber Weilimdorfs Nationaltorhüter Pless parierte. „Wir haben das Spiel bis zur Halbzeit etwas verschlafen“, so Lirias Trainer Schatalin.
Die zweite Hälfte ist keine 90 Sekunden alt, als Rexhepi einen Pass schön in die Tiefe steckt und Ivony Noah Smith den Anschlusstreffer erzielte. Die Neuköllner hatten Lunte gerochen und nur Sekunden später war sogar der Ausgleich möglich als Ivony Smith auf den freistehenden Devin Lieberam querlegen wollte, aber der Stuttgarter Ribeiro rutschte in den Pass. Anschließend ging es auf der Platte auf und ab. Liria ließ aber weitere Ausgleichschancen liegen. Plakativ die Möglichkeiten von Schulz knapp über das Tor (23.) und Rexhepis Schuss an die Latte(25.). Dazwischen noch eine Doppelparade von Göde, der zunächst das 1:3 verhinderte, aber das dritte Tor der Gäste in der 26. Spielminute doch nicht verhindern konnte. Liria versucht in der Folge alles, kann sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Dann kam „der Knackpunkt des Spiels“ (Schatalin), als erst Liria im Vorwärtsgang den Ball verlor, Dervishaj den Ball ins verwaiste Tor der Berliner einschieben konnte (30.) und zwei Minuten später Dzindic auf 5:1 erhöhte. Der Hoffnungsfunken war wieder schnell erloschen. Mit Schulz kam anschließend der Flying Goalkeeper bei den Neuköllnern ins Spiel, doch diese taktische Maßnahme brachte keine Wende mehr. Dem sechsten Treffer der Weilimdorfer (37.) konnten die Berliner nur noch das zweite Tor durch Keanu Smith entgegnen.
Am kommenden Sonnabend treffen dann beide Teams zum Rückspiel in der Spechtweghalle in Stuttgart aufeinander. Dort müssen die Berliner abermals auf vier U19-Nationalspieler und den wieder an der Schulter verletzten Maniscalco verzichten. Aufgeben gilt für Trainer Schatalin trotzdem nicht. „Wir versuchen trotzdem bis zum Ende zu kämpfen. Chancen gibt es immer.“ Der FC Liria braucht einen Sieg um im Best-of-Three-Modus das Entscheidungsspiel zu erzwingen.
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